Kreatives Schreiben als Motor für Szenisches Spiel

Kreatives Schreiben als Motor für Szenisches Spiel

Letztens fiel mir das Reclam-Heftchen „Kreatives Schreiben“ (Stuttgart 2006) wieder in die Hände. Und beim nochmaligen Durchsehen stelle ich fest, dass diese Übungen auch hervorragend geeignet sind, um ins Szenische Spiel einzusteigen.

Deshalb möchte ich hier ein paar Ideen weitergeben und anregen, sich für die Bühne auch grundsätzlich von den Übungen zum Kreativen Schreiben inspirieren zu lassen.

Die besten Vorschläge darunter finden sich interessanterweise im Kapitel „Erzählendes“ und nicht „Dramatisches“ (s. Kap.3).

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Vietnam – Im Hier und Jetzt zu Hause sein

Vietnam – Im Hier und Jetzt zu Hause sein

Vor Kurzem habe ich an einer geführten Rundreise durch Vietnam teilgenommen. Die Wahl dieses Landes hatte natürlich auch diesmal – ähnlich meiner Namibia-Reise – mit meinem grundsätzlichen Interesse an der Geschichte von kolonisierten Ländern und deren Folgen für die Bevölkerung zu tun. Auch hier wurde ich eher angenehm überrascht, wie sehr sich meine persönlichen Erwartungen von der vietnamesischen Realität unterschieden, zumindest derjenigen, welche ich bei einer so kurzen Reise überhaupt kennen lernen konnte.

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Der „Electrical Walk“ als Inszenierung-Methode

Der „Electrical Walk“ als Inszenierung-Methode

Neulich im ZKM

…habe ich an einem sog. „Electrical Walk“ teilgenommen und dabei elektromagnetischen Wellen und dem Sound des Stroms in der Umgebung nachgehört.

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Electrical Walk, Paris 2019 © C. Kubisch

Die Komponistin Christina Kubisch experimentiert seit Jahrzehnten mit den normalerweise unhörbaren Geräuschen in unzähligen Städten der Welt. Diese macht sie über Kopfhörer zugänglich, in welchen Kupferspulen verbaut sind, so dass die elektrischen Ströme je nach Quelle als Brummen, Ticken, Grollen oder Pfeifen zu hören sind.

Ausgestattet mit dieses Kopfhörern wurden wir selbst auf die Reise geschickt, um Computer, Diaprojektoren, elektrische Ladestationen, Leuchtreklamen, Glastresorspiele u.v.m. zu erkunden.

So war auf einmal eine ganze Gruppe konzentrierter Personen mit roten Kopfhörern und seltsamen Bewegungen im Stadtraum zu beobachten.

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Die Inszenierung religiöser Rituale

Die Inszenierung religiöser Rituale

Seit einiger Zeit interessiert mich der Zusammenhang von Theater und Religion – oder vielmehr umgekehrt: wie sich das Theater aus religiösen Riten entwickelt hat, und welche theatralen Elemente es noch heute in religiösen Zeremonien gibt. Wie funktioniert die Inszenierung religiöser Rituale?

Hier soll es also nicht um Theaterstücke gehen, die die verschiedenen Religionen thematisieren, um Beispiele wie Kleists „Nathan der Weise“, Goethes „Faust“ oder vielleicht auch „Unterwerfung“ von M. Houellebecq, sicher „Nabucco“ von G. Verdi.

Auch befasse ich mich nicht mit dem Thema „Religion“, das auf den Bühnen der Gegenwart verhandelt wird. Nur kurz dazu: Offenbar hat das Theater der Neuzeit bisher keine glaubwürdige Auseinandersetzung mit dem Thema „Religion“ geliefert – die Darstellung scheint sich auf eine Zurschaustellung und Kritik an den Gläubigen zu beschränken. Der Nachtkritik-Redakteur Dirk Pilz hat dazu einen kenntnisreichen Artikel verfasst.

Dessen ganz ungeachtet soll es um die Frage gehen, inwieweit religiöse Zeremonien auch immer eine Form von Inszenierung sind und wie sich aus diesen Ritualen das Theater selbst geformt hat.

Dabei geht es in eine ferne Vergangenheit der Theatergeschichte von der Frühzeit an. Es fühlt sich ein bisschen so an, also würde man den Werdegang des Menschen vom ersten Auftauchen über den Neandertaler bis zum Homo sapiens erzählen wollen…

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Interpretation und Aneignung: Meine Madama Butterfly

Interpretation und Aneignung: Meine Madama Butterfly

Nachdem meinem neuen Korkentheater von professioneller Warte aus eine glänzende Zukunft prophezeit wurde, war mir klar, ich bringe gleich eine weitere Premiere heraus, um die Welle zu reiten. So war es gedacht.

Doch ich muss feststellen, es ist gar nicht möglich, mit dem neuen Thema so zu verfahren wie beim letzten Mal.

Der Grundgedanke ist derselbe: ein klassisches Werk hilft mir, meine individuelle Geschichte zu erzählen. Diesmal sollte es aber auf jeden Fall eine Oper sein, und meine Wahl fiel schnell auf Giacomo Puccinis Oper „Madama Butterfly“.

Dieser Musik – und ich habe mich für eine Aufnahme mit Maria Callas entschieden, die die Butterfly so differenziert und wunderschön singt – gab ich nun Bilder, ganz ähnlich einer Operninszenierung.

Dabei war mir sofort klar, dass diese Bilder zum einen echte Fotos sein würden, aber auch zur Illustrierung/ Unterstreichung welche, die ich mir per KI erstellen lassen würde. Genauso experimentell gestaltete sich allerdings auch die Video-Arbeit mit KdenLive

Mein Korkenensemble befindet sich nun deshalb in „Intermettence“1Die Beschreibung aus Luxemburg entspricht der Organisation in Frankreich. Sie erklärt es recht gut..

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