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Kategorie: Senioren-Theaterpädagogik

Demenz und die Folgen – am Beispiel von König Lear

Demenz und die Folgen – am Beispiel von König Lear

Das grenzt schon an Besessenheit – aber der „König Lear“ birgt so viele unterschiedliche tiefe, menschliche Themen, dass die Geschichte noch lange nicht auserzählt ist (und vermutlich noch viele unerwartete Regiekonzepte hervorbringen wird).

Das Thema Demenz ist in dem Stück eigentlich auffallend präsent. Dennoch wird der König oft zunächst als machtbesessen und narzisstisch gezeigt, während er erst nach der Abweisung durch die Töchter auf der Wanderung im Wald dem Wahnsinn verfällt.

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Romantik im Abendlicht – Musikalische Lesung

Romantik im Abendlicht – Musikalische Lesung

Diese Verbindung lag nahe:

Nach dem Start meines Klavierunterrichts Ende vergangenen Jahres, meinem Schauspielhintergrund und dem bekannten Job im Pflegeheim steuerte natürlich alles darauf hin – Ein Szenisches Programm für SeniorInnen mit Musik! Die Bühne hatte mich auf einmal wieder…

Ein Text war schnell gefunden mit Joseph von Eichendorffs „Aus dem Leben eines Taugenichts“, gekürzt auf 15 Minuten Lesezeit und mit Volksliedern zum Mitsingen ergänzt (weitere 15 Minuten).

In dieser Novelle von 1826 geht es um nichts anderes als um Liebe, Malerei, Musik, Natur und schöne FräuleinsRomantik pur eben. Das ganze Programm hatte mit den Moderationen zwischen Musik und Lesung entspannte 45 Minuten Dauer.

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Interpretation und Aneignung: Mein König Lear

Interpretation und Aneignung: Mein König Lear

Mein letztes künstlerisches Projekt (vgl. Ich baue ein Papiertheater) war noch nicht komplett abgeschlossen mit dem Bau und des damit gezeigten, radikal reduzierten Theaterstücks des Königs Lear. Vielmehr ging es von Anfang an darum, eine Bearbeitung der Geschichte im Sinne meiner eigenen Geschichte zu kreieren. Dass es ein Papiertheater (bzw. „Korkentheater“) wurde, war in dem Zusammenhang durchaus stimmig und hat mich herausgefordert zu erproben, wie stark Haltungen/ Positionen reduziert werden können, um letztlich noch verständlich zu bleiben.

Im Grunde aber war die konkrete Umsetzung zweitrangig in Bezug auf die intendierte Aussage.

Also gibt es zwei Versionen, einmal die Erzählung des König Lear als Korkentheater, zum anderen meine persönliche Geschichte als Reminiszenz an König Lear. Und diese gibt es hier:

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Geister im Pflegeheim

Geister im Pflegeheim

Über eine Recherche zum Thema „Pflege“ – meinem derzeitigen Arbeitsbereich – wurde ich auf das Theaterstück „Geister sind auch nur Menschen“ von Katja Brunner und dessen Inszenierungen aufmerksam, das sich mit den Zuständen im Pflegeheim, den BewohnerInnen und Pflegekräften (und Pflegeschwächen, wie es so schön dort heißt) befasst. Das hat mich als Theaterbesessene natürlich sofort interessiert.

Das Thema ist deshalb auch aktuell, weil sich die sehr zahlreichen „Boomer“ (gehöre knapp auch dazu) so langsam der Renten- und sogar Hochbetagten-Grenze nähern. Daher ist es auch interessant, wie das Theater auf diese gesellschaftliche Entwicklung reagiert.

Hier stelle ich das Stück und verschiedene Inszenierungen vor. Ich kenne zwar den Text, nicht aber die Inszenierungen selbst (!), sondern beziehe mich nur auf die Trailer und Mitschnitte auf Youtube. Deshalb kann ich natürlich nur eine eingeschränkte Meinung wiedergeben! Ich finde aber spannend, wie sich im deutschsprachigen Theaterregie-Land die Herangehensweisen oft ähneln, aber dann letztlich doch gravierende Unterschiede aufweisen.

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